Mutmacher ??

von Michael Distler am 01. Dezember 2001 um 17:58 Uhr
als Antwort zu: Mut oder nicht? von Günter Krauß, ISKA am 01. Dezember 2001 um 00:07 Uhr

Diese Einstellung ehrt H. Pfarrer Nitz und dessen Ausführung sollte jeder gelesen haben.
Dort wird erstmalig andeutungsweise die Auswirkung der Reform für die Träger beschrieben.
Wenn man neben seinem Beruf, der Familie, sonstigen Tätigkeiten und etwas freier Zeit noch Kapazität frei hat, kann man die durch diese Reform gänzlich ausfüllen.
Bei unserem Management in der Firma gilt der Spruch: „Sollten die 24 Stunden eines Tages für die Arbeit nicht ausreichen, so nehmen sie halt die Nacht dazu“.
Der Arbeitsaufwand wird, nicht nur für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, durch Qualitätsanforderungen, Internet-Darstellungen, höheren Verwaltungsaufwand durch Aushandeln, Einsammeln und Bestätigen von Betreungsverträgen, daraus resultierende Modellrechnungen, Personalmaßnahmen (Einstellen, Entlassungen bzw. Vertragsänderungen), endlose Diskussionen mit Eltern über Betreuungszeiten und Erziehungsbeiträge enorm ansteigen. Nicht umsonst wird das Wort Management in diesen Seiten benutzt und das freiwerdende Personal könnte für die Verwaltung eines Kindergarten eingesetzt werden.
Ich hoffe auf ihre Modellstandorte und solch ehrlichen Aussagen von ihrer Seite, wie sie H. Pfr. Nitz getätigt hat.
Denn neben den Qualitätsaspekten ist die Finanzierung das A und O. Warum soll jemand in einer Einrichtung bis zu 50 DM je Monat mehr Beitrag zahlen, nur weil 2 Kinder weniger in die Einrichtung gehen.
Berechnungsbeispiel:
Förderung Staat und Kommune 1.388,06 DM *2 ganztags * 2 Staat und Kommune
Erziehungsbeitrag 130,-- DM * 12 Monate
Fehlende Zuschüsse/Erz. Beiträge 7.080,-- DM
2 Kinder 14.160,--DM
verteilt auf verbleibende 23 Kinder ca. 51,-- DM

Wenn sie mir erklären können, wie ich solche Schwankungen, die im Verlaufe eines Jahres bei uns schon aufgetreten sind ausgleichen soll, bitte ich um Antwort.



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