Was passiert mit den Schulkindergärten?

von H. Höntsch, Leiterin des AKE Schulkindergartens in Landsberg am 28. Januar 2002 um 11:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Krauß,

unser Schulkindergarten besteht seit 1972 und umfasst 2 Gruppen à 15 Kinder. Im Schulkindergarten werden Sechsjährige gefördert, die in einzelnen Entwicklungsbereichen Defizite aufweisen und deshalb noch nicht die Regelschule besuchen können.

Im neuen Finanzierungsmodell haben Schulkindergartenkinder den gleichen Basiswert wie Regelkinder, was für die Schulkindergartengruppe mit ihren 15 Kindern das sichere Ende bedeutet.

Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Ich habe nun das große Problem, eine neue Erzieherin einstellen zu müssen, d.h. diese Erzieherin muss ich einer anderen Einrichtung abwerben. Wie kann ich das jedoch mit gutem Gewissen tun, wenn die Zukunft des Schulkindergartens so ungewiss ist und diese Kollegin vielleicht nach einem Jahr schon wieder einen neuen Arbeitsplatz suchen muss?

Ich warte also dringend auf eine Entscheidung über die Schulkindergärten!

Therapeuten, Eltern und Lehrer hoffen, dass die Schulkindergärten weiter bestehen werden. Der Bedarf nach Schulkindergartenplätzen ist - gerade nach der Pisa Studie – groß und Alternativangebote sind nicht in ausreichendem Maß vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Höntsch



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