Wohl des Kindes ist die Richtschnur

von Dunkl, StMAS am 15. März 2002 um 17:39 Uhr
als Antwort zu: Kinder sind keine Wirtschaftsobjekte von Leonhard Weber Familienvater am 15. März 2002 um 09:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Weber,

nur in aller Kürze folgende Anmerkung:
Die kindbezogene Förderung wird seit Beginn des Modellprojekts diskreditiert. Man kann über einzelne Parameter und über den Ansatz insgesamt streiten. Den "Machern" allerdings zu unterstellen, man würde Kinder zu "Wirtschaftsgütern" degradieren, geht dann doch zu weit. Ihr Schreiben klingt gar so, als ob wir nichts unversucht ließen, die anerkannt gute Qualität bayerischer Einrichtungen möglichst schnell abzuschaffen. Wir sind selbst Mütter und Väter und Sie dürfen uns schon abnehmen, dass unser oberstes Gebot dem Wohl des Kindes gilt. Wir wollen Fördergerechtigkeit und möglichst gute Rahmenbedingungen für eine individuelle Bildung und Erziehung der Kinder. Und es ist doch sonderbar, wenn man manche Pressemeldungen über Diskussionsveranstaltungen zur kindbezogenen Förderung liest, nur vor Ort wird eine wirtschaftsorientierte Diskussion und meist von denjenigen geführt, die den kindbezogenen Ansatz gleichzeitig als unmenschlich brandmarken. Ich darf Ihnen versichern, dass im Mittelpunkt unserer internen Diskussionen gottlob die Qualität der Einrichtung steht. Hierzu zählt insbesondere das Ziel, den Bildungsanspruch der Kinder einzulösen. Ich bitte in diesem Zusammenhang den Modellversuch nicht isoliert zu betrachten. Inhaltliche Qualität wollen wir z.B. über einen verbindlichen Bildungs- und Erziehungsplan erreichen, der im Entwurf im Herbst vorliegen soll. Gleichzeitig wird eine Reform der Erzieherinnenausbildung durchgeführt. In der Fortbildung des pädagogischen Personals werden neue Akzente gesetzt. Es handelt sich somit um ein Bündel von Maßnahmen zur Qualitätssicherung- und -entwicklung. Die kindbezogene Förderung ist dabei nur ein Baustein.

Mit freundlichem Gruß



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