Durchschnittsbuchungswerte

von Röthlingshöfer, alexandra am 19. März 2002 um 11:54 Uhr
als Antwort zu: Bitte um Auskunft von Herrn Dunkl von Brigitte Hois, Kinder und Jugendhaus Raupennest Raubling am 19. März 2002 um 11:12 Uhr

Hallo,

liebe Frau Hois,

ich bin Fachberaterin in Bayreuth, es nehmen 26 von mir beratene Einrichtungen am Modell teil. Davon 3 Horte.

Unsere Einrichtungen arbeiten nahezu alle mit Durchschnittsbuchungen (i. d. R. Wochendurchschnitte). Ein Hort, der ähnliche Probleme wie Sie sah, hat sogar eine Jahresbuchung durchgeführt, in der alle Ferien mit eingeplant wurden. 100% im voraus kann zwar nicht alles wissen, aber ungefähr schon.

Bei der Wochenbuchung hat man es so gemacht, dass man bei z. B. bei ca. 30 Stunden in der Woche 5 -6 Stunden buchen kann, aber auch 6 - 7 Stunden, je nach dem wieviel Flexibilität die Eltern wollen oder brauchen. Bei Kindergärten und Horten mit sehr verschiedener Anwesenheitszeit der Kinder in den Schulferien haben wir versucht, das von vorneherein einzukalkulieren - auch um den richtigen Elternbeitrag für die Kinder ermitteln zu können. Die meisten Eltern wissen in etwa, was sie brauchen. Wer es nicht kann oder sich verschätzt - auch kein Problem - derzeit können Eltern jederzeit umbuchen. (Schließlich befinden sich alle in einer Modellphase).

Viele Erzieherinnen gehen übrigens recht pragmatisch mit der Buchung und der entsprechenden Einstufung in die Kategorien um. In einer Einrichtung ist z. B. eine Gärtnerin, die im Winter wenig, im Sommer viel Arbeit hat. Die Einrichtung und die Eltern haben aus der Erfahrung der benötigten Betreuungszeit der Vorjahre einen Durchschnittswert kalkuliert und diesen vereinbart. Im Sommer kommt das Kind mehr, im Winter weniger. Der Beitrag ist immer gleich - der Zuschuss auch. Das Kind ist in der Kategorie 6 - 7 Stunden. Im Sommer bis 9 Stunden da. Im Winter bis 5. Ein Einzelfall zwar, zeigt aber, dass auch hier die Buchungszeit auf Tage heruntergerechnet werden kann.

Die Ziele dieser Buchungsvariante sind: a) im Durchschnitt soll die Anwesenheit und die Buchungszeit übereinstimmen. b) es soll möglichst wenig Verwaltungsaufwand anfallen (wenig Verträge hin- und her ändern) und c) möglichst viel Flexibilität für die Kinder und Eltern und d) Planbarkeit für die Einrichtungen.
e) es soll geprüft werden, ob dieses Verfahren praxistauglich ist.

Zum Umgang mit der Tabelle: wir tragen die Kinder, die 3,6 Stunden im Wochendurchschnitt bzw. Jahresdurchschnitt da sind, in die Kategorie 3 - 4 Stunden ein. Die Tabelle berechnet alles andere automatisch.


Viele Grüße

alexandra röthlingshöfer



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