3jährige in Krippen

von Dunkl, StMAS am 18. Mai 2002 um 19:07 Uhr
als Antwort zu: Fragen zu der Bezuschussung von 3jährigen Kindern in der Krabbelstube von Lydia Gass, Erzieherin, Krabbelstube Der Kuschelbär e. V., Schleifweg 54, 90409 Nürnberg am 18. Mai 2002 um 02:03 Uhr

Sehr geehrte Frau Gass,

es ist Ziel der Bay. Staatsregierung, bis spätestens 2008 die Bedarfsquote für den Ausbau der Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren zu erreichen. Angestrebt wird eine Versorgungsquote von 7 % (2001 3,5 %). Dies setzt ein konzertiertes Vorgehen der für den Ausbau der Kinderbetreuung in erster Linie zuständigen Kommunen, der freien Träger und des Freistaates voraus. Zusätzliche Mittel müssen von den genannten Beteiligten zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt werden. Was die zusätzlichen staatlichen Mittel anbelangt - der Freistaat wird in den nächsten 5 Jahren für das Gesamtkonzept Kinderbetreuung insgesamt 313 Mio. € zusätzlich bereit stellen - sollen diese gezielt und schwerpunktmäßig für den Ausbau der Kinderbetreuung verwendet werden. Dieser lenkungspolitische Gesichtspunkt steht somit im Vordergrund. Sogenannte Alteinrichtungen mit Betriebsbeginn vor dem 1.1.2002 werden daher nur schrittweise (4 Stufen) in die staatliche Förderung aufgenommen. Diese Vorgehensweise wurde mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt. Es ist Aufgabe der Gemeinden, die letztlich über den Ausbau der Kinderbetreuung entscheiden, Wettbewerbsverzerrungen zwischen Alteinrichtungen und neuen Einrichtungen zu vermeiden. Gemeinden bzw. die Träger werden schließlich auch durch die neue staatliche Förderung entlastet.

Zu Ihrer zweiten Frage: Die künftige Krippenförderrichtlinie sieht vor, dass Kinder, die in Krippen das dritte Lebensjahr vollenden, mit dem Gewichtungsfaktor 1,0 (im Gegensatz zu den unter dreijährigen Kindern, Gewichtungsfaktor 2,0) berücksichtigt werden. Nach dem derzeit aktuellen Entwurf der Krippenförderrichtlinie dürfen bis zu 1/3 der Kinder in den Krippen förderunschädlich älter als drei Jahre alt sein. Maßgebend ist das Zahlenverhältnis zum Stichtag 1.1. eines Jahres. Näheres wird bekannt gegeben, sobald die Richtlinie in Kraft tritt.



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