Bildungs- und Erziehungsplan

von Dunkl, StMAS am 18. Mai 2002 um 19:47 Uhr
als Antwort zu: Bildungs- und Erziehungsplan. Konkretisierung! von Röthlingshöfer, Alexandra am 29. April 2002 um 12:03 Uhr

Sehr geehrte Frau Röthlingshofer,

Frau Staatsministerin Stewens hat vergangenen Dezember die Fortentwicklung des derzeit geltenden Rahmenplans (4. DVBayKiG) zu den Bildungs- und Erziehungszielen angekündigt. Damit wird Bayern im Bundesgebiet erneut Vorreiter sein in Sachen inhaltliche Qualität in den Kindertageseinrichtungen.
Es wäre verfrüht, hierzu bereits Einzelheiten zu verlautbaren. Daher nur soviel: Der künftige Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) wird nicht nur alle Altersstufen erfassen. Angestrebt wird ein verbindlicher Orientierungsrahmen für die pädagogische Arbeit der Sozialpädagogen, Erzieherinnen und pädagogischen Zweitkräften. Während im strukturellen Bereich somit eine Deregulierung beabsichtigt ist und wir uns auf Kernaussagen beispielsweise zur Qualifikation des Personals und zum Kind- Personal- Schlüssel (siehe auch unter Anstellungsschlüssel) beschränken wollen, sehen wir die Notwendigkeit einer höheren Regelungsdichte im inhaltlichen Bereich. Wir wollen jedoch - um kein Missverständnis aufkommen zu lassen - keinen Lehrplan verfassen und schon gar nicht die Einführung einer Vorschule. Das Spiel bleibt Grundlage der Elementarpädagogik. Die Träger werden auch weiterhin den Spielraum haben, ein eigenständiges pädagogisches Profil zu entwickeln. Was wir brauchen, ist jedoch eine Konkretisierung der Entwicklungsaufgaben der Kinder. Es reicht m.E. nicht, die notwendigen Schlüsselkompetenzen zu benennen, sondern hier müssen wir detailliert Ziele formulieren. Wir werden hierzu auch Kriterien der Evaluation entwickeln müssen. Insoweit halte ich die nationale Qualitätsinitiative, an dem sich Bayern aktiv beteiligt, für ein außerordentlich wichtiges Projekt. Wir werden aber auch Gedanken anstellen müssen, welche Prioritäten wir künftig setzen, welche Akzentuierungen wir vornehmen wollen. Sicherlich bedarf der Spracherwerb höhere Aufmerksamkeit. Schwerpunkte sind aber auch in der musikalischen Früherziehung und in der Bewegungserziehung zu setzen.
Das Staatsinstitut für Frühpädagogik ist beauftragt, den BEP zu entwickeln. Eine enge Zusammenarbeit mit der Praxis ist sichergestellt.



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