Förderung auch für Betriebskrabbelstuben mit Kindern aus verschiedenen Gemeinden???

von Claudia Lanwes, BMW AG Regensburg am 02. Juni 2002 um 16:25 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich die Informationen zum neuen Kinderbetreuungskonzept der Bayerischen Staatsregierung gelesen. Erstmalig werden jetzt ja auch Krabbelstuben in die Förderung mit einbezogen.

Ich bin Mitarbeiterin der BMW AG in Regensburg und wir denken seit einigen Monaten darüber nach, einen Betriebskindergarten bzw. eine Krabbesltube für Mitarbeiter zu gründen.

Leider stoßen wir auf folgendes Problem:
Da die Kinder zwar alle aus dem Bundesland Bayern, aber aus verschiedenen Gemeinden stammen gibt es für uns keine Möglichkeit in den Genuß staatlicher Förderung zu gelangen, da dafür ja eine Gemeinde bzw. die Staat Regensburg auch eine Zusage über eine Übernahme der Kosten machen muß. Diese Zusage bekommen wir aber nicht, da ja ca. 75 % der Kinder aus Umlandgemeinden der Stadt Regensburg stammen.

Das gleiche Problem ist mir als Bürgerin der Gemeinde Zeitlarn bekannt: Obwohl 4 Kinder von BMW Mitarbeiterin ebenfalls aus Zeitlarn stammen, heißt es, es gibt keinen Bedarf an Krippenplätzen. Würde man aber ein gemeinsames Konzept mit Kindern aus angrenzenden Gemeinden entwerfen, könnte man in Summe für den Landkreis Regensburg eine Krabbelstube betreiben. Bei einer Rückfrage in einer angrenzenden Gemeinde, die an dem Modellversuch der Bayerischen Wirtschaft für Kinderkrippen teilnimmt, wurde ich darauf verwiesen, daß ich nur einen Krabbelstubenplatz bekommen würde, wenn noch Kapazitäten frei wären (was äußerst unwahrscheinlich scheint) und dann noch den doppelten Beitrag von 540 EURO zu zahlen hätte, da ich ja aus eine "fremden Gemeinde" stamme. Nur für wen lohnt es sich schon noch zu arbeiten, wenn er aus seinem versteuerten Einkommen, noch 540 EURO für die Kinderbetreuung zahlen muß.

Daher finde ich dieses Fördermodell für ländliche Regionen und Betriebskindergärten/-Krabbelstuben völlig unzureichend da es nicht anwendbar ist. Es ist doch kein Wunder, daß es in Regensburg unter diesen Voraussetzungen keinen einzigen Betriebskindergarten gibt. Die Bewohner des Landkreises Regensburg sind zusätzlich noch doppelt bestraft, da es einmal vor Ort keine Krabbelstuben gibt, und die Plätze in der Stadt das doppelte für uns kosten.

Vielleicht können Sie uns weiterhelfen, wie man auch als Berufstätige die auf dem Land wohnen, bezahlbare Möglichkeiten findet, Kinder gut betreuen zu lassen.

Für eine Antwort oder andere Anregung wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Lanwes

claudia.lanwes@web.de



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