Der Modellversuch ist ergebnisoffen

von Dunkl, StMAS am 21. Juli 2002 um 20:49 Uhr
als Antwort zu: neue Krippenrichtlinie von Cornelia Glögl Kindergarten St.Laurentius Ohlstadt am 21. Juli 2002 um 11:22 Uhr

Sehr geehrte Frau Glögl,

der Versuch zur Erprobung der kindbezogenen Förderung ist ergebnisoffen - ohne Wenn und Aber. Über eine Einführung entscheidet nach Auswertung des Modellversuchs der Bay. Landtag im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für ein künftiges Kinderbetreuungsgesetz im Jahr 2004.
Wir haben uns lange überlegt, welches Finanzierungskonzept für den neuen Förderbereich Krippenförderung angewendet werden soll. Als Alternative hätte man die Personalkostenförderung analog Bay. Kindergartengesetz anwenden können. Es ist jedoch einhellige Meinung, dass dieses Finanzierungskonzept reformbedürftig ist und auf gar keinen Fall in der bekannten Form in das künftige Kinderbetreuungsgesetz Eingang finden wird. Weshalb sollte man also einen neuen Förderbereich mit einem Förderkonzept einführen, das bis längstens einschließlich 2004 Anwendung finden wird. Dann würde es auf jeden Fall die bekannten Umstellungsschwierigkeiten geben (sog. "Verlierer und Gewinner").
Aus diesem Grund wird die kindbezogene Krippenförderung als "erweiterter Feldversuch" verstanden. Der Vorteil gegenüber dem Modellversuch an den bekannten Standorten ist hier, dass es eben keine Umstellungsschwierigkeiten gibt. Vertrauensschutz muss nicht beachtet werden, so dass sehr deutlich positive und negative Gesichtspunkte der kindbezogenen Förderung deutlich werden, ohne durch "subjektive" Meinungen überlagert zu werden.
Im Ministerrat wurde im Übrigen der Zusammenhang mit dem Modellversuch ausdrücklich noch einmal bekräftigt. Die Ergebnisse des Modellversuchs finden definitiv auch für die Krippen Eingang in das künftige Kinderbetreuungsgesetz.



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