Von wegen Märchenstunde

von Dunkl,StMAS am 29. Oktober 2002 um 13:03 Uhr
als Antwort zu: Das Märchen vom besseren Personalschlüssel von Michael Helfert am 28. Oktober 2002 um 20:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Helfert,
leider vergleichen auch Sie Äpfel mit Birnen, Personal-KInd- Schlüssel mit Anstellungsschlüssel.

Fakt ist: Zum ersten Mal wurde mit dem Mindestanstellungsschlüssel die Grenze markiert, an der die Kindeswohlgefährdung beginnt. Einrichtungen mit einem ungünstigeren Schlüssel als 1:12,5 bekommen keine staatliche Förderung.
Ferner hat die Modellkommission empfohlen und wurde im Modell umgesetzt, dass Vorpraktikanten nicht, Berufsparaktikantinnen nur auf der Zweitkraftstelle in den Anstellungsschlüssel eingerechnet werden.
Dies sind in der Tat gegenüber den gegenwärtigen Bedingungen Verbesserungen. Das BayKiG erlaubt eine Gruppe mit 28 Kindern, geleitet von einer Berufspraktikantin und von einer Vorpraktikantin als Zweitkraft betreut- in der kindbezogenen Förderung undenkbar!
Einen Rechtsanspruch für die Zuerkennung einer Verfügungszeit gibt es im BayKiG nicht. Dies sehen die bisherigen Beschlüsse der Modellkommission auch in der kindbezogenen Förderung nicht vor. Durch das Einrechnen der Verfügungszeiten in den Anstellungsschlüssel wird die Notwendigkeit dieser wichtigen Zeit deutlicher als bisher und werden Forderungen nach einer gesetzlichen Verankerung zumindest indirekt erfüllt.
Der empfohlene Anstellungsschlüssel liegt im Übrigen bei 1:10. Dieser Schlüssel wird durch die staatliche Förderung auch unterstützt. Wer eine Verbesserung des Mindestanstellungsschlüssels oder des empfohlenen Schlüssels wünscht, muss dann aber auch sagen, wie er dies zu finanzieren gedenkt.



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