Ja ich war da

von Brigitte Hois am 31. Oktober 2002 um 22:46 Uhr
als Antwort zu: Oops, Sie waren auf der Tagung? von Günter Krauß, ISKA am 25. Oktober 2002 um 22:01 Uhr

Hallo,

ich hatte eigentlich schon vor, mich "zu erkennen zu geben".
Leider war ich dann doch nicht so mutig und die Zeit hätte auch ich gar nicht gereicht.
Aber ich war die, die über die chaotischen Buchungen erzählt hat.
Ich bin auch immer noch sehr in Sorge, ob der Hort am Ende ausreichend berücksichtigt wird.
Einige Einrichtungen werden zum Beispiel sicher ein Problem bekommen, ihre Öffnungszeiten aufrecht zu erhalten bei einer Mindestbuchungszeit von 3 Stunden. Dazu kommen die unterschiedlichen Schulschlußzeiten. Für ein Kind, dass um elf Uhr Schule aus hat sind die drei Stunden um zwei vorbei, für ein Kind, dass um eins aus hat erst um vier.
Horte haben andere "Kunden" als viele Kindergärten, gerade auf dem Land. Fast alle sind auf ihr Einkommen angewiesen (Alleinerziehende...) und müssen ziemlich genau rechnen.
Sie haben erzählt in den Modellstandorten hat sich das Buchungsverhalten nicht verändert. Ich bin mir nicht sicher ob es bei den Horten genau so wäre.
Meine Wahrnehmung ist auch, dass den Eltern die pädagogische Arbeit im Hort nicht ganz so wichtig ist. Es wird für die Einrichtungen schwer sein, durch Qualität zu überzeugen und Eltern dazu zu bewegen zum Wohl ihrer Kinder doch ein wenig mehr Zeit zu buchen als unbedingt nötig wäre für Mittagessen und Hausi.
Zum Punkt, warum für Schulkinder ein höherer Faktor, ist meine Meinung, ohne den Kindergartenpädagogen auf den Schlips treten zu wollen: Schulkinder, vor allem wenn es auf die Pubertät zu geht stellen einfach andere Forderungen an pädagogische Arbeit und vor allem an die Person des Pädagogen.
Gruppen mit 25 Hortkindern brauchen außerdem zum Beispiel schon viel mehr Raum, was nicht nur an der Körpergröße liegt.
Ich könnte jetzt noch ewig schreiben, ich finde auf jeden Fall den höheren Faktor durchaus gerechtfertigt.
Für Ferienzeiten sollte auch dringend eine Lösung gefunden werden, ohne dass der Verwaltungsaufwand für die Leitungen zu groß wird.(Ich bin überhaupt gespannt, wer dann die Schreiberei mit den Buchungen erledigt und ob die Leitungen ausreichend Zeit zugestanden bekommen).
Bei uns in der Einrichtung wäre es vielleicht möglich, mit der Anmeldung für die Ferienbetreuung die Mehrstunden zu berechnen und die zusätzlichen Beiträge von den Eltern zu kassieren.
Allerdings bräuchte ich dann eine Sekretärin, da ich jetzt schon kaum mit meinen Bürozeiten auskomme.
Die Zuschüse müssten dann rückwirkend berechnet werden - nein geht ja nicht. War nur ein Gedankenspiel.
Auch das Gespräch um die Schließungstage hat mich sehr beschäftigt. Also was tun mit Einrichtungen, die gar nicht schließen und mit solchen, die sich (berechtigterweise) an die vorgegebenen Schließungstage halten?
Es gibt sicher auch Horte, die mit 30 Tagen wunderbar auskommen und wenn sie weniger schließen würden, gar nicht voll wären.
Man könnte einen Rahmen vorgeben, an den sich alle halten müssen, wäre dann aber knapp am Bedarf vorbei.

Also Herr Kraus, es gibt glaube ich noch viele Sorgen und Probleme und eine große Verunsicherung im Hortbereich.

Was mich allerdings auch wundert ist, dass so wenige aus dem Hortbereich dieses Forum nutzten.

Sie können mich gerne über die Situation in meiner Einrichtung ausfragen, außerdem sind wir auch schon im Netz, www.raupennest.com, da steht auch meine email Adresse.

B. Hois



Antwort
Name
Kurznachricht
Text