Rechte Elternbeirat

von Dunkl, StMAS am 07. Dezember 2002 um 18:57 Uhr
als Antwort zu: Rechte des Elternbeirats von EES, Elternbeirat KiGa Nürnberg am 06. Dezember 2002 um 19:09 Uhr

Ihre Formulierung "auf Gedeih und Verderb ausgeliefert" zeigt, dass in Ihrem Kindergarten offensichtlich noch nicht die gewünschte Erziehungspartnerschaft realisiert ist.
Richtig ist, dass alle Entscheidungen letztlich der Träger trifft und dieser allein natürlich auch diese Entscheidungen zu verantworten hat. Der Kindergartenbeirat hat kein Entscheidungsrecht, sondern lediglich ein Anhörungs- und Informationsrecht. In diesem Sinne hat der Träger den Kindergartenbeirat/Elternbeirat vor allen wesentlichen Entscheidungen zu beteiligen.
Der Träger ist gehalten, möglichst die Position des Elternbeirats zu berücksichtigen, er muss dies aber nicht tun. Jeder verantwortungsbewusste Träger wird allerdings die Kooperation mit dem Elternbeirat pflegen. Natürlich wird ein aktiver Elternbeirat auch einmal für den Träger oder das pädagogische Personal unbequeme Positionen vertreten. Andererseits fördert er das Gemeinschaftsgefühl, er trägt zur Profilierung der Kindertagesstätte bei, entlastet die Kindergartenleitung in der Informationsarbeit, leistet für die Einrichtung Öffentlichkeitsarbeit und schließlich gewinnt die Einrichtung über die Beziehungen der Eltern Einfluss in der politischen Gemeinde, können Sponsoren und Spenden gewonnen werden. Basis der Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei gegenseitiges Verständnis, Offenheit, Konflikt- und Konsensfähigkeit.

Ausblick: Für das künftige Kindertagesstättengesetz ist angedacht, die Rechte der Eltern zu stärken und in bestimmten Fällen auch eine echte Mitbestimmung vorzusehen.



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