Erhöhter Förderbedarf von Kindern / Nutzungszeitfaktor

von Sabine Hornsteiner vom Landratsamt Fürstenfeldbruck, Bereich Kindertagesstätten am 02. Februar 2001 um 11:49 Uhr

In unserem Zuständigkeitsbereich gibt es etliche Einrichtungen, die aufgrund ihres sozialen Umfeldes Kinder aus extrem schwierigen sozialen Verhältnissen betreuen.
Nach unseren Informationen soll es den erhöhten Nuztungszeitfaktor nur für behinderte Kinder oder ausländische Kinder geben. Was wird in der Zukunft mit den übrigen Kindern, die einen erhöhten Betreuungsaufwand verursachen? Viele Kinder haben Entwicklungsrückstände, Eingliederungsprobleme, im Hortbereich neben Schulproblemen auch Probleme mit Drogen und Gewalt! - Ein ärztliches Attest über eine Behinderung oder ein ausländischer Pass können für diese Kinder nicht vorgelegt werden, das Personal der Kindertagesstätte muss jedoch sehr viel zusätzliche Zeit bei der Betreuung dieser Kinder investieren.

Für ganz besonders schwierig halten wir die Situation in der Hortbetreuung. Aufgrund der bei uns begrenzt zur Verfügung stehenden Hortplätze (vor allem im Hauptschulbereich) haben vorwiegend Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen eine Chance einen Platz zu erhalten. Die Situation in den Gruppen kann sich jeder vorstellen!

Wird bei der Festsetzung des Nutzungszeitfaktors künftig dieser Aspekt mit berücksichtigt, oder fällt dieser Punkt in die Zuständigkeit der örtlichen Modellkommission. Wäre das in diesem Fall ein Kriterium für die Bewilligung einer Sonderförderung?

Anmerkung: Der Landkreis Fürstenfeldbruck befindet sich im Einzugsbereich von München. Derzeit herrscht in einigen Kommunen Mangel sowohl an Kindergarten- als auch an Hortplätzen. Aufgrund der Zuzugstendenzen aus dem Bereich der Stadt München ist in absehbarer Zeit in den meisten Kommunen nicht damit zu rechnen, dass Plätze nicht belegt werden können. Selbst wenn die Zahl der Kindergartenkinder sinkt, besteht noch ein Defizit an Hort- und Krippenplätzen.



Antwort
Name
Kurznachricht
Text