Infopolitik

von Dunkl, StMAS am 15. Februar 2004 um 11:25 Uhr
als Antwort zu: Tranparenz könnte Vertrauen schaffen und ermutigen von Gudrun Steinack, Sprecherin des AK Integrative Kitas der LAG Gemeinsam Leben- Gemeinsam Lernen am 12. Februar 2004 um 12:39 Uhr

Sehr geehrte Frau Steinack,
die Aussagen zu den integrativen Kindergärten sind nach wie vor gültig.
Zunächst müssen wir aber nun in den Ministerrat. Erst dann ist es uns möglich, unsere Vorstellungen zu den Eckpunkten eines Kindertagesstättengesetzes der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Der BEP ist im Internet einsehbar und kann heruntergeladen werden unter www.stmas.bayern.de. Eine kostenlose Verschickung des Erprobungsexemplars ist nicht geplant und auch nicht finanzierbar. Wir erwarten hier schon von den interessierten Erzieherinnen und Träger, dass sie sich den Bildungs- und Erziehungsplan selbst besorgen. Auch ein Grundschullehrer bekommt den Grundschullehrplan nicht kostenlos.
Die Begleitung der Einrichtungen, die unmittelbar an dem Modellversuch teilnehmen, muss verbessert werden. Leider kam es durch den Umzug des IFP leider zu Verzögerungen. Die geplanten Fortbildungen, für die zusätzlich Mittel bereit gestellt werden, werden im Mai beginnen. Die Flyer hierzu werden in den nächsten Tagen gedruckt. Alle Kräfte, ob die Fortbildungsträger, das IFP oder die Referenten, arbeiten hier seit Monaten vorbildlich zusammen. Wir werden mit der Fortbildungsoffensive binnen drei Jahren alle Einrichtungen erreichen.
Ich kann jedoch alle Erzieherinnen nur ermutigen und empfehlen, nicht auf Angebote zu warten, sondern selbst aktiv zu werden. Prüfen Sie schon jetzt ihre Methodik und Didaktik. Reflektieren Sie das pädagogische Konzept ihrer Einrichtungen mit Blick auf den Bildungs- und Erziehungsplan. Gehen Sie nicht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen (z.B. zusätzliches Personal) verändern werden. Dafür haben die Träger kein Geld. Prüfen Sie, was unter den konkreten Rahmenbedingungen aus ihrer Sicht möglich ist und diskutieren Sie dies mit Ihrem Träger. So erhalten wir Rückmeldung über die Spitzenverbände.
Um den Bildungs- und Erziehungsplan umzusetzen, bedarf es einer optimalen Anleitung durch das pädagogische Personal, was nicht leicht, aber zu schaffen ist. Lassen Sie sich nicht durch Aussagen entmutigen, sie seien nicht ausreichend qualifiziert. Ich halte diese Aussagen für falsch. Das Tempo in den Einrichtungen (Themenwechsel, Methodenwechsel) muss bisweilen auch erhöht werden. Die Kinder sind unheimlich wißbegierig, tragen sie dem natürlichen Forscherdrang Rechnung. Dann sollte, wie viele Kindergärten schon heute tagtäglich beweisen, die Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele keine Probleme bereiten.
Wir werden Sie von unserer Seite soweit möglich unterstützen. Zahlreiche Handreichungen, Beobachtungsbögen sind in Vorbereitungen und werden Ihnen zur Verfügung gestellt.

mfg



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