Einrichtungsbezogener Anstellungsschlüssel: Grundprinzip

von Günter Krauß, ISKA am 18. März 2004 um 21:59 Uhr
als Antwort zu: Formel zur Berechnung des Anstellungsschlüssels für Kindergärten mit integrativen Gruppen von Edith Richter-Schindele, Kindergarten Zur Arche Landsberg am 24. Februar 2004 um 12:44 Uhr

Ein einrichtungsbezogener Anstellungsschlüssel wäre jeweils von der Aufsichtsbehörde folgendermaßen aus dem allgemeinen Anstellungsschlüssel abzuleiten:

Einrichtungsbezogener Anstellungsschlüssel = (A*n)/(n+r)

A ist dabei 10 bzw. 12,5 (je nachdem, ob man den empfohlenen oder den Mindestanstellungsschlüssel festlegen möchte). n ist die Zahl der Kinder und r ist ein Reduktionfaktor. r liegt z. B. bei 10, wenn in einer Gruppe die Platzzahl von 25 auf 15 abgesenkt werden soll. r liegt bei 12,5, wenn das Personal um eine Kraft aufgestockt werden soll. Soll beides der Fall sein, dann ist r=10+12,5=22,5.

Beispiel für eine zweigruppige Kita mit einer Integrationsgruppe: n=40 (25+15 Kinder), r=10+12,5=22,5 (Absenkung der Gruppenstärke um 10 Kinder, eine Zusatzkraft im Rahmen der einrichtungsbezogenen Zeitstruktur).
Empfohlener Anstellungsschlüssel = (10*40)/(40+22,5) = 6,4
Einrichtungsbezogener Mindestanstellungsschlüssel = (12,5*40)/(40+22,5) = 8

Leider ist es im Rahmen des Modellprojektes nicht gelungen, Ungereimtheiten, die sich aus dem Gewichtungsfaktoren-Ansatz und diesem Ansatz eines einrichtungsbezogenen Anstellungsschlüssel ergeben, zu beseitigen. Ich habe den Ansatz des einrichtungsbezogenen Anstellungsschlüssels in der Landesmodellkommission vorgestellt. Ein Beschluss zu diesem Thema wurde dort noch nicht gefasst.



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