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von Günter Krauß, ISKA am 03. Februar 2001 um 23:16 Uhr
als Antwort zu: Verschiedene Fragen? von Cornelia Rottmair, EB-Mitglied, Augsburg am 29. Januar 2001 um 11:26 Uhr

Sehr geehrte Frau Rottmair,

senken die Gewichtungsfaktoren für behinderte Kinder den Basiswert für "normale" Einrichtungen? - Nein. Für diese Einrichtungen ist bereits jetzt eine höhere Förderung vorgesehen. Die Gewichtungsfaktoren überführen diese alte Praxis in das neue Fördermodell. Die Basiswerte für nicht behinderte Kinder sind ausreichend bemessen. Nähme man umgekehrt keine Gewichtung vor, würde dies eine Umschichtung zu Lasten der integrativen Einrichtungen und der behinderten Kinder bedeuten.

Es besteht kein Grund, Kinder künstlich in die Behinderten-Kategorie zu reden. Der Status der Behinderung beruht auch nicht auf bloßen Angaben der Eltern, sondern einer umfassenderen Prozedur. Unwissentliche Angaben der Eltern o.ä. sind hier kaum vorstellbar.

Tarifverträge: Eine Änderung des Förderrechts berührt bestehende Tarifverträge genausowenig wie Arbeitsverträge. Diese gelten natürlich weiterhin. Sollte sich in einer Einrichtung die Frage stellen, Personal trägerintern anders einzusetzen, so sind hier natürlich die Tarif- und Arbeitsverträge zu beachten.

Recht auf Aufnahme: Ein Recht auf Aufnahme in einem bestimmten Kindergarten (sofern es Alternativen gibt), wäre problematisch. Ihr Argument zeigt aber ein generelles Problem: An Orten mit großem Platzmangel können "Monopol-Einrichtungen" es sich erlauben, auf die nachfragenden Familien wenig Rücksicht zu nehmen. Dies ist schon im alten Fördermodell eine häufige Beobachtung.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Krauß



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