Gewichtungen (Hort + behinderte Ki.)

von Kowalewski, Th. am 24. März 2004 um 08:15 Uhr
als Antwort zu: Der höchste Faktor gilt von Günter Krauß, ISKA am 22. März 2004 um 21:13 Uhr

Hallo, Herr Krauß!
Danke für die schnelle Antwort.

In unserem Scahgebiet Kita sehen wir die Sache wie folgt:

Es ist sicher richtig, für die pädagogische Arbeit mit Hortkindern von vornherein einen etwas höheren Faktor (jetzt 1,2 für ein "Regelkind") anzusetzen, da im Vergleich zum Kindergarten einfach mehr Vorbereitungs- und Planungszeit benötigt wird und insgesamt die pädagogische Arbeit unserer Meinung nach noch etwas anspruchsvoller ist als im Elementarbereich.

Wir fänden es auch wichtig, dass der höhere Faktor auch für Schulkinder in altersgeöffneten Kindergärten gilt.

Allerdings ist es unserer Meinung nach auch zwingend notwendig, für die Betreuung ausländischer Schulkinder ebenso einen erhöhten Faktor einzuführen wie im Kig-Bereich!

Ansonsten wäre es nicht möglich, die Arbeit in einem Hort, der zwischen 50 und 70 Prozent ausländische Kinder betreut, die alle enorme sprachliche Defizite aufweisen und von daher intensive Förderung brauchen, um überhaupt die Chance zu haben, den Start in die Schule irgendwie zu meistern, mit halbwegs adäquater personeller Ausstattung sicherstellen zu können.

In unserer Innenstadt (und sicherlich in allen größeren Städten!) gibt es viele solcher Einrichtungen! Wenn der Aufwand, ausländische Hortkinder zu betreuen, nicht entsprechend honoriert wird, so wird dies zu einem wahren "Run" auf die wenigen deutschsprachigen Kinder führen, nach dem Motto "Wir sichern uns die "einfacheren Kinder", die anderen müssen dann die ausländischen Kinder nehmen, deren Betreuung komplizierter ist und auch nicht mehr Geld bringt!" - das wäre sicher nicht gewollt.

Außerdem würde mich interessieren, wie der Faktor 4,5 für behinderte Kinder zustande kam. Eine integrative Gruppe mit 15 Plätzen, die mit 5 behinderten, 5 deutschsprachigen und 5 ausländischen nicht-behinderten Kinder belegt ist, würde damit Fördermittel erhalten, die 22,5 + 5 + 6,5 = 34 Regelkindern entsprechen! Ist das nicht ein wenig viel?? Dieses Geld fehlt dann wieder an anderer Stelle! Warum beließ man es nicht beim Faktor 3?

Tut mir leid, falls der letzte Punkt evtl. schon erschöpfend im Forum diskutiert wurde; bin aus Zeitgründen sicherlich nicht so ganz auf dem laufenden! Statt einer Antwort können Sie mich ja dann ggfs auf einen Beitrag verweisen!

Grüße über die Stadtgrenze!

Thomas Kowalewski



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