BEP ergänzt kindbezogene Förderung

von Dunkl, StMAS am 24. April 2004 um 19:12 Uhr
als Antwort zu: Vereinbarung zwischen neuem Finanzeriungsmodell und dem BEP von Björn Winter am 10. April 2004 um 13:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Winter,
mit Ihren Grundaussagen kann ich nicht konform gehen, weil sie mit den Ergebnissen aus dem Modellversuch "kindbezogene Förderung" nicht kompatibel sind. Es ist richtig, dass das pädagogische Personal in den Modelleinrichtungen aufgrund der Ersterprobung und die Umstellung der Förderkonzeption sehr gefordert war. Auf Dauer ist aber deutlich mit einem Rückgang des Verwaltungsaufwands zu rechnen. Dies zeigt sich nun im 3. Erprobungsjahr ganz deutlich. Leider wurde das Leitungspersonal in der Vergangenheit oftmals über Gebühr mit Verwaltungsaufgaben betraut, die eigentlich der Träger zu leisten hatten. Der Modellversuch hat hier zu einem großen Teil zu einem Umdenken geführt.
Ferner gehen Sie davon aus, die Gruppengröße könnte unbegrenzt verändert werden. Dies ist natürlich nicht der Fall. Der Anstellungsschlüssel verhindert dies. An den Modellstandorten hat sich im Übrigen das Personal-Kind-Verhältnis im Schnitt verbessert und nicht, wie von Ihnen angenommen, verschlechtert (von 1:10 auf knapp über 1:9).
Eine weitere Korrektur: Die Buchungszeiten sind im Schnitt
nicht rückläufig, sondern haben sich im Grunde nicht verändert.
Ich bin überzeugt davon, dass BEP und kindbezogene Förderung sich bestens ergänzen. Wesentliche strukturelle Veränderungen sind angesichts der Finanzlage nicht finanzierbar. Dies bedeutet aber nicht, dass der BEP nicht effektiv umgesetzt werden könnte. Dies beweisen doch bereits heute sehr viele Einrichtungen. Was sich aber vielleicht in der einen oder anderen Einrichtung ändern muss, ist der Tagesablauf. Nach meiner persönlichen Meinung haben ein missverstandener situationsorientierter Ansatz und umfangreiche Freispielzeiten in manchen Einrichtungen zu einer Pädagogik der Beliebigkeit geführt.



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