Was sind denn die Zahlen?

von Dr. Heidrun Kolinsky am 05. März 2001 um 07:02 Uhr
als Antwort zu: Ein Irrtum nach dem anderen... von Günter Krauß, ISKA am 05. März 2001 um 00:18 Uhr

Sehr geehrter Herr Krauß,

sicherlich würde der Sache mehr helfen, wenn Sie die Diskussion auf eine _konkrete_ Grundlage stellen würden.

Nennen Sie uns doch bitte einmal die konkreten Zahlen der staatlichen Förderung für die Jahre 1999, 2000 und die Etat-Entwürfe für 2001 und 2002 für reine Kindergartenförderung, Förderung von Kinderkrippen, Schülerhorten und Mittagsbetreuung an den Schulen aufgeschlüsselt nach Personalkostenförderung und Baukostenförderung bzw. Sonstiges.

Und beschreiben Sie uns bitte dann, wie zukünftig mit den einzelnen Etats im Rahmen von MQS verfahren werden soll.

Und insbesondere, wie die Krippen und Horte in MQS einbezogen werden sollen.

Als nächstes interessiert uns, wie Sie die Problematik einer eventuell steigenden Nachfrage nach Betreuungsstunden (10% mehr Stunden würde direkt zu 10% mehr Förderbedarf und damit ca. 80 Mio DM Mehrbedarf führen) mit MQS handhaben wollen.

Denn auch bei einer steigenden Nachfrage wäre stets der für die Kindertagesstättenfinanzierung im Staatshaushalt vorgesehene Etat im voraus festgeschrieben worden und könnte vermutlich nicht so ohne weiteres rückwirkend aufgestockt werden.

Soll dann der Basiswert rückwirkend gesenkt werden, damit der Gesamtetat (Stichwort Kostenneutralität) trotz steigender Nachfrage konstant bleiben kann?

Soll mit dem Basiswert so umgegangen werden, wie bisher mit der Abrechnung der Ärzte mit den Krankenkasten umgegangen wird? Wo bei einem festgesetzten Gesamtbudget die jeweilige Umsetzung der Punktwerte in Vergütung abhängig von der insgesamt bei allen Ärzten im Berechnungsgebiet anfallenden Gesamtpunktzahl ist?

Soll der Basiswert abhängig von der insgesamt in Bayern anfallenden Betreuungsstunden gemacht werden, um Kostenneutralität für den Haushaltsetat zu wahren?
Wenn Sie uns einmal erklären könnten, was unter geforderten Kostenneutralität unter dem Aspekt einer eventuellen Nachfragesteigerung zu verstehen ist, würde Sie sicher zur einer echten Erhellung der Diskussion beitragen.

Heidrun.Kolinsky@t-online.de



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