Das soll's

von Günter Krauß am 06. Juli 2000 um 00:29 Uhr
als Antwort zu: Was soll das alles von Distler Michael am 05. Juli 2000 um 21:22 Uhr

Natürlich bleiben die Kinder im Mittelpunkt. Dass sich Eltern über Einrichtungen u.a. auch im Internet informieren können tut dem keinen Abbruch. Sehen Sie sich z.B. mal die KiGA-Internet-Seiten an, die wir unter www.iska-nuernberg.de/kita-bayern gesammelt haben. Da spricht doch wohl nicht das Geringste dafür, dass sich hier Technik-Freaks engagieren, die nur noch an Geräten sitzen, während ihnen die Kinder gleichgültig sind...

In Bayreuth und im Landkreis Landsberg/Lech übernimmt das ISKA die technische Vorarbeit für alle Einrichtungen. Kein KiGa braucht in diesem Zusammenhang zwingend einen Internet-Anschluss. Von Vorteil ist er allerdings schon. Weil man dann nämlich z.B. sich an Diskussionen wie diesen beteiligen kann. Wieso man, wenn man eine Internetseite aufrufen will und einen Elternfragebogen verschicken, zum Marketing- und EDV-Spezialisten werden muss, kapiere ich beim besten Willen nicht.

Qualitätsaudits macht nur der, der sich für die damit verbundene Schule des Qualitätsmanagements entscheidet. Ansonsten geht es darum, die eigene Einrichtung transparent zu beschreiben und Elternbefragungen durchzuführen. Das ist in vielen Einrichtungen jetzt schon der Standard. Wenn man sich das erste Mal damit beschäftigt, ist das natürlich erstmal etwas Arbeit. Aber wer's tut, wird auch schnell entdecken, wie das die Arbeit der eigenen Einrichtung verbessert.

Ausgedacht hat sich den "Schwachsinn" eine Projektgruppe, die Kindergärten in den verschiedensten Rollen kennt: als Eltern, als ehrenamtlicher "Nebenbei"-Träger, als Elternbeirat, als Fachkraft, als KiTa-Forscher, als Organisationsentwickler. Alles was wir vorschlagen, prüfen wir auf seine Umsetzbarkeit oder wir sehen uns genau an, was schon realisiert wird.

Zum Thema gerechte Bezuschussung: Wieso soll ein KiGa, der 6 Stunden am Tag anbietet genauso viel bekommen wie einer, der 10 Stunden anbietet? Wieso soll ein KiGa, der 20 Kinder betreut genauso viel bekommen wie einer, der 25 betreut? - Abgesehen davon kann es natürlich Sinn machen, im Einzelfall kleine Einrichtungen besonders zu stützen. Dazu wird man aber an entsprechenden Kriterien arbeiten müssen. Jedenfalls werden wir an den Modellstandorten uns gerade diesen Punkt sehr genau ansehen.

Ansonsten ist die Stärke der "Kleinen" - wenn sie sich nicht blindwütig dem Vorgang verschließen - die Flexibilität. Die "Großen" haben sicher bessere Möglichkeiten bei Mischkalkulationen, punktueller Ausgleich von Defiziten etc., aber sie haben in der Regel größere Anpassungsschwierigkeiten.

Wo Eltern durch unsere Vorschläge benachteiligt werden, kann ich nicht sehen. Im Gegenteil. Das Modell ermöglicht ihnen, ihre Wünsche und Interessen besser geltend zu machen.



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