Berechnung der künftigen Förderbeträge

von Dunkl am 28. Juli 2000 um 15:26 Uhr

Die Nürnberger Zeitung behauptet in ihrer Ausgabe vom 24.7.2000 unter der Überschrift "Müssen Kinderläden schließen?", die geplante Neuregelung zur Kindergartenfinanzierung bedrohe kleine Einrichtungen. Zur Untermauerung dieses Vorwurfs wird ein Berechnungsbeispiel der Kassiererin des Vereins "Monsterbande" zitiert.
An dieser Stelle soll noch einmal klar gestellt werden, dass derartige Berechnungen jeglicher Grundlage entbehren. Solange die Nutzungszeiten aller geförderten Einrichtungen in Bayern nicht bekannt und der Basiswert unter Zuordnung eines noch zu bestimmenden Berwertungsfaktors für die jeweilige Nutzungsdauer nicht errechnet ist, sind vergleichende Berechnungen ohne jede Aussagekraft. Entsprechendes Zahlenmaterial ist vor Mitte 2001 nicht zu erwarten! Erst dann kann seriös geprüft werden, ob Kleinsteinrichtungen tatsächlich im Bestand gefährdet sind.
Darüber hinaus bitte ich die Träger von Kleinsteinrichtungen schon jetzt folgenden Hinweis zu überdenken: Das BayKiG sieht keine Förderung von Kleinsteinrichtungen vor. Die Regelgruppengröße beträgt 25 Kinder pro Gruppe. Ausnahme ist hierzu lediglich der Schulkindergarten. Selbst bei integrativen Gruppen ist grundsätzlich von der Regelgruppengröße auszugehen. In diesen Fällen wird aber in aller Regel von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, im Einvernehmen mit der betroffenen Gemeinde die Gruppenstärke auf 15 Kinder zu reduzieren. Soweit also die Kinderzahl in Kinderläden von vorneherein auf 15, 16 oder 17 Kinder begrenzt sind, hätte es nie zu einer Anerkennung nach dem BayKiG kommen dürfen. Für die Förderung dieser Kleinsteinrichtungen sind die Gemeinden alleine zuständig.



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