Gefährdung der Einrichtungen

von Marion Feisler am 07. September 2000 um 17:03 Uhr
als Antwort zu: Gefährdung von Einrichtungen von Dunkl Hans-Juergen am 08. August 2000 um 13:19 Uhr

Die Einrichtungen sind nur dann gefährdet, wenn sie nicht mehr mit 25 Kindern voll werden. Warum mindert man das Risiko nicht, indem die Gruppen kleiner gemacht werden. Das kommt den Kindern entgegen, die ErzieherInnen könnten ihre Fähigkeiten besser einsetzen, weil sie individueller auf die Kinder und die unterschiedlichen Situationen reagieren könnten. Der situationsorientierte Ansatz hätte mehr Chancen auf Verwirklichung weil kleinere Gruppen auch felxibler und mobiler sind. Es gäbe noch viele Argumente. Die Notwendigkeit, das heißt die Begründung für die Notwendigkeit einer außerfamiliären Kinderbetreuung haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Das muss sich doch in irgendeiner Weise auf die Arbeit in den Kindergärten auswirken.
Jetzt kommen Sie mit Marktorientierung - vergleichen die Kinder mit Semmeln die der Bäcker nciht mehr verkaufen kann - heißt das sie vergleichen Ihre Einrichtungen mit Backöfen, Backstufen oder Gefriertruhen (für den frischen Teig)?
Ist es nicht auf die Dauer langweilig immer nur Zahlen zu zitieren, statt mal auf die Inhalte einzugehen.
Warum führen wir in Bayern nicht mal eine Diskussion über die Verantwortung des Staates für die Zukunft der Kinder in der Zusammenarbeit mit den Eltern? Ich erinnere mich an einen Fachtag in Nürnberg, veranstaltet von der LAGE (Landesarbeitsgemeinschaft für Elterninitiativen) Warum war da niemand vom Ministerium und hat zukunftsweisende Konzepte vorgestellt? Inhaltlich meine ich, nicht finanziell.
Sie schreiben, dass die Ursachen des Geburtenrückgangs nicht unterschsätzt werden sollten. Da haben Sie recht, Sie sollten aber auch die Gründe für den Geburtenrückgang nicht unter den Teppich kehren (es liegt nicht nur an den engen Hosen).
So wie sie argumentieren machen Sie mir klar, dass unsere Kinder für Ihr Ministerium nur ein Kostenfaktor und kein kreatives Potential darstellen. Mit den Eltern wird es genauso ausschauen, deshalb denken Sie sich was schönes (oder auch nicht) aus und die Eltern konsumieren es dann als markt- und kundenorientiertes Konzept. Und die Kinder? Sie sind der Gegenstand des Handels, des Geschäftes.
Schöne Grüße



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