Flexibilität wird eher größer

von Günter Krauß, ISKA am 09. Dezember 2000 um 20:09 Uhr
als Antwort zu: Wie soll das mit den gebuchten Stunden laufen? von Birgit Vogel, Elternbeirätin am 07. Dezember 2000 um 11:48 Uhr

Sehr geehrte Frau Vogel,

unser Finanzierungsmodell macht nur die Festlegung eines Zeitrahmens erforderlich. Wie flexibel damit umgegangen wird, unterliegt der Organisation der Einrichtung bzw. der Absprache, die Sie und andere Familien mit der Einrichtung treffen. Es spricht für eine Einrichtung überhaupt nichts dagegen, Zeitsequenzen zu unterschiedlichen Tageszeiten zuzulassen. (Sie wird dazu allerdings auch nicht gezwungen.) Es spricht auch nichts dagegen, Abweichungen zuzulassen und das Kind mal mehr, mal weniger Stunden zu betreuen. In diesem Fall wird man sich bei der Buchung an einer Art Durchschnittswert orientieren. (Die Einrichtung wird aber auch dazu nicht gezwungen.)

Manche Einrichtungen arbeiten bereits jetzt so. Das neue Finanzierungsmodell wird diese Praxis in keinster Weise behindern. Manche Einrichtungen haben jetzt sehr starre Zeitregelungen. Das neue Fördermodell wird sie sicher dazu anregen, die bei ihnen nachgefragten Betreuungszeiten so gut wie möglich zu realisieren. "So gut wie möglich" beinhaltet dabei durchaus auch Flexibilität.

Ihre Frage ist sicher darauf zurückzuführen, dass manche bereits sehr flexibel arbeitende Bayreuther Einrichtungen im Moment befürchten, sie könnten aus ökonomischen Gründen gezwungen sein, die Eltern in ein starres Zeitraster zu verpflichten. Das ist aber nicht der Fall.

Leider wird dieser Sachverhalt immer wieder falsch dargestellt - wie so vieles andere auch.

Der Kosten-Richtwert, der von uns so genannte "Basiswert" wird in den nächsten Tagen hochgerechnet und den Einrichtungen im Januar mitgeteilt. Sie haben recht, dass viele Diskussionen vorher müßig sind.

Viele Grüße aus Nürnberg
Günter Krauß



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