Zu den neuen Kindergartengebühren

von Dr. Böhner, Sozialreferent Stadt Bayreuth am 08. August 2001 um 11:46 Uhr
als Antwort zu: Das "alte" Bayreuther Modell von Dr. Heidrun Kolinsky am 22. Juli 2001 um 23:45 Uhr

- Die Kindergartengebühren ab Januar 2002, also mit Beginn der Erprobungsphase des Modellprojekts, sind in gestaffelter Form je nach Dauer der Nutzungszeiten der Kinder festzulegen. Seitens des Bayerischen Sozialministeriums gibt es dazu keine konkreten Vorgaben, außer dass die Träger eine "angemessene Staffelung" vorzunehmen haben.

- Die Gebührenfestsetzung für die Stadt Bayreuth erfolgte nach ausführlicher Diskussion im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft "Modellstandort Bayreuth" (auch unter Beteiligung der ISKA) sowie im Rahmen einer eigens einberufenen Trägerversammlung. Die neue Gebührenregelung wurde darüber hinaus in den Stadtrat eingebracht und befürwortet. Es war das ausdrückliche Ziel aller Träger, die Gebühren für Bayreuth einheitlich zu gestalten und eine "soziale Lösung" zu bewerkstelligen, die für diejenigen Eltern, die auf lange Betreuungszeiten angewiesen sind, akzeptable Zuschläge für jede zusätzliche Nutzungsstunde vorsieht.

- Von einem "Kartell der Preisabsprache" kann keine Rede sein, denn es ist nicht das Ziel der Träger, Gewinne anzuhäufen, sondern lediglich kostendeckend zu arbeiten. Der Einstiegssatz wird zukünftig kostengünstiger sein, die Höchstgebühr bleibt unverändert. Der freie Wettbewerb unter den Einrichtungen soll nach Ansicht der Träger nicht über die Höhe der Gebühren, sondern über das Angebot, die Konzeption oder andere Faktoren ablaufen.

- Im übrigen wird darauf hingewiesen, dass in den Bayreuther Einrichtungen bisher keine Halb-tagsplätze angeboten wurden, sondern nur Ganztagsplätze mit (210 DM pro Monat) oder ohne (150 DM pro Monat) Mittagsbetreuung, in wenigen Kindertagesstätten auch sogenannte "über-zogene Vormittagsgruppen" (180 DM pro Monat Elterneitrag). Wenn Eltern bisher den Ganztages-platz nur bis zum Mittag nutzten, geschah dies auf deren Wunsch und ohne Kostenerstattung, weil diese Plätze an den Nachmittagen nicht an andere Kinder vergeben werden dürfen.



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