Die Nachmittagsgruppe im AKE

von AKE-Spielschule am 08. März 2001 um 18:44 Uhr

Die Nachmittagsgruppe von 14.00 bis 17.00 Uhr ist eine Einsteigergruppe. Die Dreijährigen bzw. seit September 2000 auch schon die Zweijährigen gebührt eine besondere Aufmerksamkeit.
Die ersten Schwierigkeiten treten mit der Loslösung vom Elternhaus auf. Viele Kinder waren noch nie über einen konstanten Zeitraum von der Mutter getrennt. Im besten Fall haben sie mit einem Elternteil eine Spielgruppe besucht. Deshalb ist für diese Kleinen ein Zeitraum von drei Stunden völlig ausreichend, am Anfang für manche Kinder sogar noch zu lang. Sie haben noch nicht die Geduld, die für sie, lange Wartezeit zu überstehen und es kommt sogar vor, daß sie vor Erschöpfung einschlafen. Die vielen neuen Eindrücke sowie der ungewohnte Lärmpegel und das Einhalten von Regeln strengen die Kinder sehr an, so daß es von Wichtigkeit ist, die Gruppe klein und überschaubar zu halten.
Das päd. Personal muß den Kindern viel Sicherheit vermitteln, d.h. sie müssen alles sehen und beobachten um rechtzeitig eingreifen zu können, deshalb haben wir eine Kapazität
von ca. 15 Kindern.
Für die Kinder ist es ein sanfterer Einstieg als in eine Gruppe mit 25 Kinder, bei denen auch noch eine Altersmischung besteht.
Für die Stunde am Nachmittag spricht, daß der Kiga nicht so voll ist mit Kindern und Eltern und alles etwas ruhiger ist.
Die vielen Kinder der anderen Gruppen können die Kleinen verwirren, die Räumlichkeiten werden dadurch unübersichtlich, so daß sie sich schwerer zurechtfinden. Außerdem machen große, selbstbewußte Kinder manchen kleinen Kindern auch Angst.
Im Garten ist es schwieriger, die Übersicht zu behalten und die Gefahren im Auge zu behalten bei großer Kinderzahl durch mehrere Gruppen.
Auch Spaziergänge mit so kleinen Kindern müssen besonders vorbereitet sein. Überhaupt zeigt sich in den Anfängen die pflegerische Komponente verstärkt. Auf das Sozialverhalten (z.b. wer sitzt neben wem am Brotzeittisch?) kann ein größeres Augenmerk gelegt werden bei kleinerer Gruppengröße.
Die Kinder trauen sich eher unter Gleichaltrigen ihre Wünsche zu äußern und sich durchzusetzen. Sie lernen dabei aber auch sich zurückzunehmen.
Die kleinen Kinder brauchen noch mehr Zuwendung und öfter Trost. Sie brauchen noch viel mehr Wiederholung, was bei größeren Kindern schon zu langewile führen kann. Der feste Rhythmus, den das kleine Kind noch so stark braucht, muß bei den größeren Kindern surch Flexibilität ersetzt werden. In kleineren Gruppen kann man auf die einzelnen Kinder besser eingehen und sie bei ihrem jeweiligen Entwicklungsstand abholen.



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