Qualitätssicherung in der Integration

von Anita Leeman am 11. Mai 2001 um 13:44 Uhr
als Antwort zu: Integration von Werner Habla, StMAS am 11. Mai 2001 um 10:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Habla,
ich bedanke mich ganz herzlich für die schnelle Auskunft. Sie schreiben, dass das Ministerium individuelle Lösungen bevorzugt, bzw. Lösungen vor Ort. Ich gebe zu Bedenken, dass aufgrund dieser Situation ein unnötig hoher Verwaltungsaufwand auf die beteiligten Behörden und Fachverbände entsteht. In der Praxis sieht das so aus, dass sogar jedes Landratsamt, jeder Fachverband, jede Sozialhilfeverwaltung, jeder Bezirk eigene Standards entwickelt. Diese werden dann oft in langwierigen Verhandlungen mit allen Beteiligten diskutiert. In der Zwischenzeit warten Eltern mit einem Kind mit Behinderung auf Antwort und wissen oft nicht, ob ihr Kind in den jeweiligen Kindergarten ihrer Wahl aufgenommen werden kann. Dies bedeutet gerade für diese Elterngruppe eine unzumutbare Härte. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele Arbeitsstunden von Fachpersonal aus Behörden und Verbänden aufgewendet wird um "individuelle Lösungen" zu schaffen, was aus ökonomischer Sicht und Sicht des Steuerzahlers nicht zu vertreten ist. In der Vergangenheit wurden Richtlinien für HPT´s deshalb verfasst, um eine Qualitätssicherung sowie eine Verwaltungsvereinfachung zu bewirken. Schade, dass diese Zielrichtung im Bereich der Integration in Tageseinrichtungen für Kinder nicht verfolgt wird.
Herzliche Grüße
Anita Leeman



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