Programmieren lernen in der Regenbogengruppe

Eine junge Praktikantin und ein Kind spielen mit einer elektronischen Biene. Sie sind von hinten zu sehen.

Früh übt sich. Die programmierte Biene wird von einer FOS-Praktikantin und einem Kind aus der Regenbogen-Gruppe gemeinschaftlich durch den Tunnel manövriert. (Foto: Kevin Illing)

15.12.2025 - Digitale Medien sind für Kinder heute selbstverständlich. In unseren Kitas möchten wir dazu beitragen, einen sinnvollen und sicheren Umgang damit zu finden. Dafür wurde ein neues medienpädagogisches Konzept entwickelt, das auch in MIO etabliert ist.

Schon längst gehören digitale Medien zum Alltag dazu. Somit ist es wichtig, Kinder dabei zu unterstützen, einen ausgewogenen Zugang zu ihnen zu entwickeln. Das medienpädagogische Konzept in den ISKA-Kitas verbindet praktische Bildungsaktionen mit einer engen Begleitung der Fachkräfte und einer anschließenden gemeinsamen Reflexion. Auch in MIO wird es regelmäßig eingesetzt, so zum Beispiel in der Regenbogen-Gruppe.

BeeBot - Spielerisch programmieren lernen

In der Regenbogen-Gruppe wurde der„BeeBot“ erprobt. Das ist ein kleiner, programmierbarer Lernroboter, mit dem Kinder einfache Abfolgen von Befehlen eingeben können. So sind erste Erfahrungen im Bereich des Programmierens möglich. Gemeinsam mit Kevin Illing, dem Fachdienst für Medienpädagogik, lernten die Kinder, wie sie den Roboter mit einfachen Befehlen wie „vorwärts“, „rechts“, „links“, „zurück“ und „Start“ steuern können.

Zuerst wurde die Abfolge der Schritte mithilfe von Karten gemeinsam eingeübt. Danach konnten die Kinder den BeeBot selbstständig auf Zahlen-, Buchstaben- und Straßenmatten bewegen. Sie hatten sichtlich viel Freude daran, eigene Wege auszuprobieren und zu sehen, wie der BeeBot ihre Befehle ausführt.

Ein passgenaues Konzept ist das A und O

Diese Form der Bildungsarbeit mit Medien ist nicht selbstverständlich. Nachdem die Relevanz dieses Themas erkannt worden ist, entwickelte sich die Medienpädagogik in unseren Kitas Schritt für Schritt weiter. Zunächst wurden auf Grundlage zahlreicher Aktionen Erfahrungen gesammelt. Hieraus entstand ein Konzept, mit dem die gewonnenen Erkenntnisse ebenso wie die Rahmenbedingungen in den Kitas berücksichtigt werden. Dabei zeigte sich deutlich, dass das aktive Mitnehmen und Einbeziehen der Fachkräfte entscheidend ist, damit die Medienpädagogik nachhaltig im Kita-Alltag verankert werden kann.

Feste Verknüpfung von regelmäßigen Angeboten und fachlicher Reflexion

Inzwischen führt der Fachdienst für Medienpädagogik einmal pro Woche eine Bildungsaktion in jeder Kita durch. Dabei entdecken die Kinder spielerisch, wie sie mit digitalen Medien kreativ arbeiten können – zum Beispiel beim Fotografieren, Aufnehmen oder Gestalten. Die Fachkräfte sind ebenfalls aktiv dabei, begleiten die Kinder und probieren selbst aus. So lernen sie im Tun, wie Medienpädagogik in der Kita praktisch funktioniert, und können das Erlebte in ihre eigene Arbeit einfließen lassen. Anschließend findet ein Reflexionsgespräch mit den Fachkräften statt. In diesem Rahmen werden die pädagogischen Erfahrungen gemeinsam besprochen, technische Fragen geklärt und Ideen für die weitere Umsetzung im Alltag entwickelt.

Ausblick

In Zukunft sollen die regelmäßigen medienpädagogischen Bildungsaktivitäten so gestaltet werden, dass in jeder Kita-Gruppe auf ein gemeinsames Thema hingearbeitet wird. Dadurch kann die Medienpädagogik besser in den Kita-Alltag einfließen. Denn sie wird nicht als Einzelaktion, sondern als fester Bestandteil des täglichen Gruppengeschehens verankert. Zusätzlich sind weitere Teamtage und Fortbildungen geplant, um Wissen und Motivation im Team weiter zu stärken.

Auch in unserer MIO-Kinderkrippe bei den Seesternen soll die medienpädagogische Arbeit künftig stärker berücksichtigt werden. Dort lassen sich bereits durch einfache technische Werkzeuge gute Lernanlässe schaffen. Ein Beispiel ist der Audiostift Bookii, mit dem die Kinder eigene Sprache aufnehmen können. Dadurch werden Bildungsinhalte gestaltet, die sie anschließend selbstständig wieder anhören und weiter nutzen können.