Theaterprojekt der Vorschule
Theaterpädagogin Panja Rittweger in Aktion: Hier zeigt sie den Kindern, wie sie den griesgrämigen Riesen darstellen können, der das tapfere Schneiderlein einschüchtern möchte. (Foto: Tanja Elm)
16.07.2025 - Zweieinhalb Wochen lang haben die MIO-Vorschulkinder auf ihren großen Auftritt hingearbeitet. Mehrmals pro Woche probten sie gemeinsam mit einer Theaterpädagogin, um das Märchen "Das tapfere Schneiderlein" aus der Sammlung der Gebrüder Grimm auf die Bühne zu bringen.
Etwas vorzuführen, ist immer spannend. Im Fall der MIO-Vorschulkinder war es gleich ein ganzes Theaterstück, das auf die Bühne kommen sollte. Doch wurden sie damit nicht allein gelassen. Die Theaterpädagogin Panja Rittweger stand ihnen wochenlang zur Seite, sodass die Kinder mit großer Begeisterung in die Welt des Spiels eintauchten. Jede Probe brachte neue Ideen und viel Raum zum Ausprobieren.
"So-Tun-Als-Ob" als Grundlage des Theaterspielens
Bereits die Einführungs- und Auflockerungsspiele bereiteten die Kinder darauf vor, „so zu tun, als ob“ etwas passiere. Mal waren sie ein Tier, mal hatten sie ein Gefühl, das sie in diesem Moment gar nicht spürten. Durch diese spielerische Hinführung begleitete die Theaterpädagogin Panja Rittweger die Kinder Schritt für Schritt bei der Umsetzung des Märchens in ein gemeinsames Theaterstück.
Rollenwechsel für Selbstentdeckung
Szene für Szene lernten die Kinder das Stück kennen und erfuhren vom Schneiderlein, das auf seinem Marmeladenbrot sieben Fliegen erschlägt, sich einen Gürtel mit der Aufschrift „Sieben auf einen Streich“ bestickt und als selbsternannter Held in die Welt hinauszieht. Die Herausforderungen, denen es begegnet, führen zu vielen fantastischen Wesen.
Damit hat dieses Theaterstück viel zu bieten, um sich immer wieder neu auszuprobieren. So schlüpften die Kinder abwechselnd in die Rollen des Schneiders, seiner Katze und der Fliegen, aber auch der Riesen, Wildschweine, Einhörner und Könige.
Während der Proben konnten die Kinder für sich herausfinden,
welche Rolle ihnen besonders liegt. Auch schüchterne Kinder
fassten zunehmend Vertrauen und am Ende hatte jedes Kind eine
eigene Rolle im Stück.
Große Vorfreude und großer Applaus
Zum Abschluss des Projekts präsentierten die Kinder das Theaterstück vor ihren Familien. Die Aufregung war groß, als sich immer mehr Eltern vor dem Bewegungsraum einfanden. Umso stolzer waren die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, als ihnen am Ende kräftiger Applaus entgegenhallte. Ein Mitschnitt der Aufführung ermöglichte es ihnen zudem, das Ergebnis ihrer Arbeit auch in den Gruppen zu zeigen und es selbst noch einmal zu erleben.