Was ist los in MOMO?

 

MOMO-Kinder sammeln für Erdbebenopfer

SPENDENAKTION für HAITI Wir gehören dazu... zu den zahlreichen Menschen in aller Welt, die den Wunsch verspürten, anderen in ihrer Not zu helfen und einen Weg fanden, dies auf engagierte Art und Weise auch umzusetzen. Diese Erfahrung machten in den letzten Wochen, insbesondere am Rosenmontag, die Kinder von Momo und von Mio, deren Erzieher und Eltern.

Bei dem gewaltigen Erdbeben in Haiti wurden 250.000 Menschen verletzt und wahrscheinlich mehr als 100.000 Menschen getötet. Nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in den umliegenden Dörfern herrscht akute Not. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt, daher hat das schwerste Beben in der Karibik die Einwohner ganz besonders hart getroffen. Durch die Medien, aber auch durch Gespräche und das Lesen, bzw. Besprechen aktueller Zeitungsartikel in den Gruppen haben unsere Kinder davon erfahren, u.a. dass viele Menschen, vor allem die Kinder, Durst und Hunger leiden und immer noch teilweise auf medizinische Versorgung warten. Nicht selten ist es, dass in der Nacht nur die Straße als Schlafstätte dient. Zahlreiche Jungen und Mädchen haben ihre Eltern verloren.

„Feuerwehrleute und Ärzte können helfen. Der Pilot bringt Medikamente, Essen und Trinken in die Dörfer. Reiche Leute können Geld spenden. Spürhunde finden Menschen, die verschüttet sind...", diese und ähnliche Antworten gaben die Kinder, als wir darüber sprachen, welche Unterstützung notwendig und nützlich ist und wer helfen kann. Klar waren die Kinder vom Schicksal der Menschen erschüttert. Schnell verspürten sie den Wunsch, selber aktiv zu werden, fühlten sich jedoch hilflos. „Wir haben kein Geld und hinfliegen können wir auch nicht. Helfen können nur Erwachsene.“

So entwickelten wir die Idee, beim Rosenmontagszug am 15. Februar 2010 als „Kinder einer Welt“ aufzutreten und Spenden für Haiti beim Publikum einzusammeln. Gemeinsam starteten wir folgende zahlreiche Vorbereitungen: Die Vorschulkinder und Schulkinder lernten anhand des Globus, wo Haiti liegt („Das ist eine Insel, dort, wo sich Nord- und Südamerika knutschen“) und experimentierten, wie ein Erdbeben entsteht. (Das Maulwurfspiel mit seinen verschiedenen Erdschichten bietet wunderbare Darstellungsmöglichkeiten...) Interessiert verfolgten wir weiterhin die neuesten Nachrichten aus dem Erdbebengebiet.
Alle Kindergartenkinder bastelten Flaggen aus aller Welt, gestalteten bunte Spendendosen, beklebten und bemalten einen riesigen Luftballon zu einem Erdball um, malten und schrieben ein Schild mit der Aufschrift: „Momo und Mio wollen Haiti helfen“ und falteten 100 Papierflieger mit einem Spendenaufruf. Auch die Eltern waren fleißig. Sie sorgten für internationale Leckerbissen, die wir bei unserem Marsch durch die Stadt verteilen konnten. Gemeinsam mit ihren Kindern überlegten sie sich ein Land und die entsprechende Kleidung, mit der sie beim Umzug auftreten wollten. Einige Eltern und Teammitglieder waren bereit, uns zu begleiten, sowie unsere Idee finanziell zu unterstützen. Hier noch einmal recht herzlichen DANK!

Das Ergebnis?

Wir sind Kinder einer Welt: Unsere Kinder haben über den Tellerrand ihrer eigenen kleinen, überschaubaren Welt geschaut. Haiti ist nun ein Land, wenn auch ein weit entferntes, welches sie mit Bildern, Ereignissen, Menschen und Gefühlen in Verbindung bringen.
Sie haben Empathie gezeigt und den Wunsch verspürt; sich für Schwächere einzusetzen und in der Not zu helfen.

Verantwortung übernehmen: Vorallem haben sie die Erfahrung gemacht, dass man auch als kleiner Mensch mit einer großen Idee etwas wirklich Großes bewirken kann. Sie fühlten sich wichtig genommen und waren stolz, mit ihrem Wirken und ihren Ideen in Entscheidungsprozesse miteinbezogen worden zu sein.

Optimismus und Zuversicht: Zudem hatten sie riesigen Spaß und konnten fremde Menschen auf der Straße mit ihrer Freude und Hilfsbereitschaft anstecken: 250 Euro haben wir für die Organisation „World Vision“ gesammelt!!!!!!
Rückblickend hat das Projekt nicht nur bewirkt, dass die Welt für die Kinder in Haiti ein kleines bisschen wieder besser wird. Es hat auch unsere Kinder ermutigt, positiv und konstruktiv zu denken, auch in schwierigen Situationen primär die Herausforderung und nicht die Belastung sehen. So kann man allen Kindern einen Zukunftsglauben vermitteln.

Weidenhäuschen

Im Frühjahr wurde unser Weidenhäuschen im Hof erneuert. In Zusammenarbeit der MOMO-Kinder und MitarbeiterInnen der Gartengruppe entstand ein "Immergrünes Weidenhäuschen" d.h. Die einzelnen Weidenruten wurden eingepflanzt. Inzwischen sind die Weiden gut ausgetrieben und das Häuschen wird gerne als "Unterschlupf" genutzt.

Übrigends: Wir freuen uns in unserer Gartengruppe immer über neue HelferInnen. Wir treffen uns regelmäßig am ersten Montag im Monat um 10 Uhr im ZAB (Zentrum Aktiver Bürger), in einem Nebengebäude der Kindertagesstätte MOMO in der Gostenhofer Hauptstr.61.

Kunst in MOMO

Kunst in der Löwen und Katzengruppe: Markus Gramer, freischaffender Künstler in Nürnberg, verlegte für zwei Tage sein Atelier in den Kunstraum von MOMO. Die Kinder, im Alter von 3 bis 5 Jahren, schufen eine Landschaft unter Berücksichtigung der Farbenlehre. Sie bekamen einen lebhaften Eindruck wie ein Kunstwerk entsteht. Im Juni ist ein Besuch im Markus Gramers Atelier geplant. Auf die Werke, die dort entstehen werden, freuen wir uns jetzt schon.

Aktualisiert am 13.03.2013 - Startseite           ▲ nach oben