Creative & Digital Service Jam

ein mit weisser Kreide auf die Strasse gemaltes Hüpffeld mit roten Zahlen von 1 bis 10

Kreativ sein ist ein bisschen wie spielen, es entstehen dabei viele bunte Ideen. (Foto: Daniel Uschold)

Beim ersten Nürnberger Creative Service Jam in 2015 setzten kreative Fachleute Kompetenz und Arbeitskraft für gemeinnützige Einrichtungen ein. In nur einem Arbeitstag entstanden Flyer, PR-Konzept und vieles mehr, die von den Einrichtungen sofort genutzt werden konnten.

Creative & Digital Service Jam: Der Pro-Bono Arbeitstag für den guten Zweck

Die Idee ist nicht neu, aber genial: Unternehmen der Kreativ- und Technologiebranche stellen ihr Know-how in einem achtstündigen Arbeitstag gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung. Zum Beispiel für die Entwicklung strategisch sinnvoller Kommunikationsmaßnahmen (wie z.B. Broschüren, Flyer, Plakate, Info- oder Schulungsmaterialien), einer maßgeschneiderten Corporate Identity (wie z.B. Logo, Claim) oder digitaler IT-Konzepte (wie z.B. Websites, CRM-Module, Apps) und vieles mehr.

Eben genau für das, was dringend gebraucht wird und wofür vielen Nonprofits die finanzielle Mittel fehlen. Und das Beste ist: Die Aufträge werden direkt erledigt – die professionellen Ergebnisse können sofort zum Einsatz kommen. Statt Geld wird hier Zeit, kreatives Potential und professionelle Erfahrung gespendet. Die engagierten Profis aus den Unternehmen machten jeweils „8 Überstunden für den guten Zweck“. Kosten für die Einrichtungen: Null Euro.

Arbeitsteilung beim Creative Service Jam 2015

Die vorhandenen Projekträume im z-bau wurden schon vor dem Kick-Off von den Freiwilligen in professionell ausgestattete Pop-Up-Kreativbüros verwandelt.

Am Nachmittag arbeiteten Kreative sowie Vertreter und Vertreterinnen gemeinütziger Einrichtungen intensiv an ihren Aufgaben und entwickelten Kernbotschaften sowie eine dazu passende Bildsprache. Zur Entspannung standen ein 1.000-Teile-Puzzle und ein Kickertisch zur Verfügung. Begleitet wurde die Arbeitsphase durch regelmäßige Posts auf Facebook und Twitter (#CSJ2015).

Begeisterte Rückmeldungen

Nach einer kulinarischen Stärkung wurden die Ergebnisse finalisiert, sodass die professionellen Kreativleistungen um kurz nach 21 Uhr allen Anwesenden präsentiert werden konnten. Besonders beeindruckt zeigten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen über die Intensität, mit der die Kreativen sich mit den Fragestellungen der Institutionen auseinandergesetzt hatten.

Alle Beteiligten haben den Creative Service Jam als gewinnbringende Erfahrung erlebt. Das zeigt das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezüglich der Highlights des Tages. "Die unvermutete Lösung eines zunächst unlösbaren Problems", "die zufriedene Kundschaft", "der Spaß an der Arbeit" und "die harmonisierende Zusammenarbeit oder Aneinanderreihung von Highlights" sind nur einige der begeisterten Resümees. So verabschiedeten sich alle gegen 23 Uhr erschöpft aber glücklich ins Wochenende, voller Vorfreude auf den nächsten Creative Service Jam.

Die Kreativen und ihre Auftraggeber

  • Katrin Mietzka, Martin Bichler und Sham Jaff für die Angehörigenberatung Nürnberg
  • Sandra Kirchner, Britta Holzhammer und Michael Gschwendtner für den AWO Kreisverband Nürnberg
  • Reinhard Lamprecht und Cris Civitillo für die Bürgerstiftung Nürnberg
  • Barbara Letalik, Jochen Wild, Nina Heimbach und Duc Dang für das Friedensmuseum
  • Manuel Mederer, Sabrina Bohn und Andrea Schinca für die Gewaltberatung Nürnberg
  • Harms Kraa, Kristina Schlaht, Kerstin Boese und Carina Enders für die Kita MOMO
  • Heiko Prein und Elisaweta Sliwinska für das Theater Rote Bühne
  • Anne-Katrin Hilbert, Felicia Winterstein und Annabelle Feiler für das Sonderpädagogische Förderzentrum Langwasser
  • Jürgen Schabel für den Turm der Sinne

Wer hinter dem Creative Service Jam steckt

Der Creative Service Jam wurde in Kooperation mit dem Büro Weyh organisiert und durchgeführt. Als Medienpartner waren das Stadtmagazin curt und Frank Neuhaus von Ad!Think beteiligt. Gefördert wurde das Projekt durch eine großzügige Spende der Sparkasse Nürnberg sowie durch Zuschüsse des Wirtschaftsreferates und des Sozialreferates der Stadt Nürnberg.