Lernlotsen an Schulen

Hände von Erwachsenen und Kindern liegen auf einem Würfel mit dem Aufdruck HOCHWERTIGE BILDUNG.

Gemeinsam für Bildungsgerechtigkeit im Projekt "Lernlotsen" (Foto: Tanja Elm)

Die Situation an vielen Nürnberger Schulen ist angespannt: Die Voraussetzungen, Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sind völlig unterschiedlich, trotz Differenzierungsmaßnahmen können die Lehrkräfte nicht immer alle Kinder erreichen. Um die Schulen in der Förderung zu unterstützen, wurde das Projekt „Lernlotsen“ ins Leben gerufen.

Wir wollen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf unterstützen. Dazu werden Freiwillige an Schulen vermittelt, an denen sie ehrenamtlich 2 – 4 Stunden pro Woche einzelne Kinder oder kleine Gruppen in Absprache mit der Klassenlehrkraft fördern. Aktuell ist das Projekt mit zwei Grundschulen und einer Mittelschule gestartet und soll nach einer ersten Anlaufphase nach Möglichkeit erweitert werden. Ziel ist es dass die Förderstunden konstant und verlässlich mindestens ein halbes Schuljahr durchgeführt werden. Gefördert werden sollen Kinder, die im Bereich Sprache, Deutsch oder Mathematik Defizite aufweisen und/oder von zu Hause keine Hilfe erhalten. Die Kinder werden von den Klassenlehrer:innen empfohlen, die Förderung soll am Vormittag, parallel zum Unterricht durchgeführt werden um für die Schüler:innen keine extra Belastung darzustellen.

Zielgruppe

Unsere Zielgruppe sind Kinder von Nürnberger Grund- und Mittelschulen mit erhöhtem Förderbedarf, die Kinder sind entsprechend 6 bis 15 Jahre alt. Die Freiwilligen können Student*innen, Berufstätige oder Rentner*innen sein und sollten gute Deutschkenntnisse besitzen so wie nach Absprache die nötigen fachlichen Kenntnisse für die jeweilige Förderung.

Aufgaben der Freiwilligen

  • Die Förderung findet regelmäßig und im besten Fall über ein ganzes Schuljahr statt.
  • Grundsätzlich ist die „Förderstunde“ in den Schulalltag integriert und findet während der Unterrichtszeit und in Räumen der Schule, des angeschlossenen Hortes oder der Nachmittagsbetreuung statt.
  • Die Aufsichtspflicht wird für diese Zeit auf den/die Freiwillige/n übertragen.
  • Vorgespräch mit der Lehrkraft über relevante Ansatzpunkte zur Förderung der betreffenden Schulkinder und über den Ablauf der „Förderstunde“ (eigenständige Aufgabenbeschaffung oder von Lehrkraft vorgegeben etc.).
  • Die Freiwilligen üben und vertiefen den behandelten Unterrichtsstoff mit den einzelnen Schulkiindern oder in einer Kleingruppe.
  • Regelmäßige kurze Absprache mit den Lehrkräften über die zu fördernden Themen und Schwerpunkte.
  • Vorbereitung und Durchführung geeigneter Übungen zum jeweiligen Förderkontext oder Durchführung von der Lehrkraft vorgegebener Aufgaben (je nach Absprache mit der Lehrkraft).
  • Helfen, Erklären, Unterstützen zum Verständnis des Lerninhaltes.
  • Ein offenes Ohr haben und Ansprechpartner für die Kinder sein.
  • Motivation sich mit Lerninhalten auseinanderzusetzen, um diese vermitteln und deren Verständnis fördern zu können.
  • Die Freiwilligen verpflichten sich Terminänderungen/-absagen rechtzeitig telefonisch oder per E-Mail mitzuteilen.

Geben auch Sie den Kindern eine (Bildungs-)Chance - beteiligen Sie sich ehrenamtlich an dem Projekt Lernlots/innen!

Verpflichtung zum Schutz der Kinder

Verpflichtung zum Schutz der KinderDer Schutz von Kindern und Jugendlichen steht in diesem Projekt ausdrücklich im Mittelpunkt und wird von uns konsequent beachtet. Alle Freiwilligen müssen vor Beginn ihres Einsatzes ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen (kostenfrei) sowie bei der Vermittlung eine Verpflichtung zum Schutz der Kinder oder Jugendlichen unterschreiben. Dies dient auch zum Schutz vor ungerechtfertigten Verdächtigungen gegenüber den Freiwilligen.