Netz gegen Armut
Marina Burkowski erläutert den Ansatz von ISAK zur frühkindlichen Armutsprävention im Rahmen des Netzwerktreffens. (Foto: Philipp Schmuck)
23.10.2025 - Im Rahmen des Nürnberger Netzwerks „Netz gegen Armut“ wurde das Projekt ISAK von Projektleiterin Marina Burkowski vorgestellt. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, freien Trägern und zivilgesellschaftlichen Initiativen konnten dadurch tiefere Einblicke in das Projekt gewinnen. Zudem wurden dessen Möglichkeiten als Ansatz der Armutsbekämpfung in der frühkindlichen Bildung diskutiert.
Das Nürnberger „Netz gegen Armut“ ist eine Kooperation der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege sowie privater Initiativen. Ziel des Netzwerks ist es, die Lebenssituation hilfebedürftiger Kinder, Jugendlicher und Erwachsener zu verbessern und die Öffentlichkeit für den Umgang mit Armut zu sensibilisieren. Das ISKA ist ein festes Mitglied dieses Netzwerks.
Im Rahmen regelmäßiger Treffen informieren sich die Mitglieder gegenseitig, bringen Ideen ein und planen gemeinsame Aktionen und Projekte. Im Treffen, das Ende Oktober stattfand, wurde der Auseinandersetzung mit dem ISAK-Projekt ausführlich Zeit eingeräumt.
Kindertageseinrichtungen als Schlüsselakteure
Die Vorstellung des ISAK-Projekts zielte darauf ab, insbesondere die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von Gesundheits-, Jugend- und Sozialamt sowie von weiteren Fachstellen für die Bedeutung frühkindlicher Armutsprävention zu sensibilisieren. Kitas spielen hierbei eine zentrale Rolle. Sie können durch die Einbindung zusätzlichen Fachpersonals einen wichtigen Beitrag zur niedrigschwelligen Elternberatung, -begleitung und Aktivierung leisten. Im Fall von ISAK sind es die Fachdienste für integrierende Soziale Arbeit an Kitas, die diese Funktion übernehmen. Darüber hinaus ermöglichen Kitas die Vermittlung in sozialräumliche Unterstützungsangebote für Familien.
Durch diese präventive Ausrichtung können Kindertageseinrichtungen dazu beitragen, die Entstehung und Verschärfung von Armutslagen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen frühzeitig entgegenzuwirken.
Positive Resonanz aus dem Netzwerk
Die anwesenden Vertreter/innen zeigten sich am ISAK-Projekt interessiert. Positiv bewertet wurde vor allem, dass die Eltern in diesem Rahmen umfassende Beratung und Vermittlung zu jeglichen Lebenslagen bekommen können. Ein großer Vorteil wurde außerdem darin gesehen, dass die Eltern gebündelt an einem Ort direkte Hilfe zu jeder Frage bekommen können. Normalerweise müssen sie sich an verschiedene Instanzen wenden oder diese zunächst aufwändig suchen. ISAK stellt damit eine deutliche Erleichterung dar und profitiert von der Niederschwelligkeit dieses Angebots. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Eltern überhaupt trauen, wegen ihrer Probleme Hilfe zu holen.
Als bemerkenswert wurde auch das Vertrauen eingestuft, das die Eltern gegenüber den ISAK-Fachdiensten zeigen. Hierzu trägt die Tatsache bei, dass die Fachdienste zur Institution gehören, die für die Betreuung der eigenen Kinder zuständig ist. Dadurch legen die Eltern ihre Probleme eher offen dar, als sie es gegenüber einer Beratungstelle tun, die neu für sie ist.
Weitere Informationen
Eine Übersicht der beteiligten Organisationen im Nürnberger „Netz gegen Armut“ ist hier zu finden: Kommunale Armutsbekämpfung
